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Wie gut ist der Test?

Wie aussagekräftig ist der Test?

Das Ergebnis des Tests ist keine Diagnose und erlaubt alleinstehend keine sicheren Antworten. Dennoch hilft es verschiedene Fragen zu beantworten:

  1. Hat sich das Gehirn bereits begonnen, krankhaft zu verändern? Das Testergebnis gibt eine Einschätzung, welche Untersuchungen sinnvoll sind
  2. Weist die Patientin bzw. der Patient gegenwärtig bereits eine kognitive Einschränkung auf? Das Testergebnis gibt eine Einschätzung, welche Untersuchungen sinnvoll sind
  3. Wird sich eine Alzheimer-Demenz entwickeln? Das Testergebnis verändert die Abschätzung über das Risiko für eine mögliche Alzheimer-Erkrankung in der Zukunft.
  4. Wird die Patientin bzw. der Patient eine umfassende Verschlechterung der geistigen Fähigkeiten erleben? Das Testergebnis erlaubt eine Abschätzung über das bestehende Risiko einer Alzheimer-bedingten, demenziellen Entwicklung.

Neben den Wahrscheinlichkeitsangaben sind drei verschiedene Befunde in Form von Kategorien möglich. Diese werden für jeden Biomarker separat angegeben: „Unauffälliges Risiko“, „Auffälliges Risiko“ und bei einigen Tests zusätzlich „unklares Risiko“:

Auch unauffällige Biomarkerwerte sind von Mensch zu Mensch verschieden. Diese Werte hängen zum Beispiel vom Alter, Geschlecht, der ethnischen Zugehörigkeit, den eigenen Erbanlagen, krankhaftem Übergewicht, aber auch von Begleiterkrankungen und Medikamenten ab, die man einnimmt. Selbst innerhalb einer Person werden die Biomarkerwerte durch vorübergehende Einflüsse wie das Ausmaß von eingenommener Flüssigkeit, die Tageszeit, Stress und leichte Infektionen beeinflusst.

Es ist daher wichtig, diese Faktoren bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.

Wie zuverlässig ist der Test zur Frühdiagnostik?

Die Schlüsselfrage ist: Wenn der Blutbiomarker-Test das Vorhandensein von Amyloid-Plaques einer Alzheimer-Erkrankung anzeigt, wie wahrscheinlich ist das korrekt?

Jeder Test kann prinzipiell zwei Fehler machen: Es ist möglich, dass der Alzheimer-Test unauffällig bleibt, obwohl auf eine Alzheimer-Erkrankung hingewiesen wird (falsch-negatives Ergebnis). Wie wahrscheinlich das ist, wird durch die Sensitivität angegeben. Aber auch falsch-positive Ergebnisse (Fehlalarme) sind möglich. Das bedeutet, dass möglicherweise auf eine Alzheimer-Erkrankung hingewiesen wird, obwohl das nicht stimmt. In einem solchen Fall ist die Spezifität zu gering.

Warum ist der Alzheimer-Test nicht immer zuverlässig?

Kein Test ist perfekt. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb die Einschätzungen des Alzheimer-Tests beeinträchtigt werden können.

  1. Die Probenahme: Wie das Blut gesammelt und später im Labor verarbeitet wird, kann den gemessenen Wert des Biomarkers beeinflussen. Beispiele hierfür sind der Typ des Entnahmeröhrchens, die Zeit bis zur Zentrifugation, die Versanddauer und -temperatur sowie mögliche Einfrierungen und Auftauvorgänge. Trotz Qualitätsstandards können solche Bedingungen von Probe zu Probe, von Zentrum zu Zentrum und im Laufe der Saison variieren.
  2. Die Analyse: Variationen in Konzentrationsmessungen im Blut treten bei jeder Messtechnik auf. Sie betreffen die Präzision innerhalb einer Messung, aber auch die Wiederholbarkeit über mehrere Messungen hinweg. Referenzstandards ermöglichen eine Einschätzung der Qualität.
  3. Systematische Verzerrungen: Diese entstehen zusätzlich durch Unterschiede oder Abweichungen in den gemessenen Konzentrationen zwischen Laboratorien, eingesetzten Testchemikalien oder aufgrund von Änderungen in der analytischen Ausrüstung.